
Geschichtsschreibung und Rechtsprechung : Martin Broszat und die Entschädigung jüdischer Überlebender des Holocaust aus Rumänien 1955 bis 1965
Das 1949 gegründete Institut für Zeitgeschichte sah sich in den 1950er Jahren zunehmend mit einer Aufgabe konfrontiert, die sich aus seinen Statuten nicht unbedingt ergab : die Erstellung von Gutachten für Gerichte und Behörden im Zuge von Prozessen wegen nationalsozialistischer Gewaltverbrechen oder zur Entscheidung von Anträgen nach dem Bundesentschädigungsgesetz. Die Gutachten erforderten wegen des mangelhaften Forschungsstands und der schwierigen Quellenlage zeitraubende Recherchen, sie boten jedoch auch die Change, die Zeitgeschichte als Wissenschaft ein gutes Stück voranzubringen - nicht zuletzt durch interdisziplinäre Vernetzung und internationale Kontakte. Wie Gaëlle Fisher am Beispiel des Gutachten von Martin Broszat zur Judenverfolgung in Rumänien zeigt, hatte die Einbeziehung historischer Expertise in jüristisch-administrative Entscheidungsverfahren erhebliche Auswirkungen auf das Selbstverständnis und die Arbeitsweise der ersten Generation von Zeithistorikerinnen und Zeithistorikern in der Bundesrepublik. Met literatuuropgave.
- Fisher, Gaëlle, 1985-
- NIOD Bibliotheek
- Text
- on1333943943
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